Verbindungsstelle 61

Veröffentlicht: 12. März 2017 in Allgemein

Geheime Abteilung im Bundesnachrichtendienst

In der Kurmainz-Kaserne  unter der Adresse Generaloberst-Beck-Straße 1F  in Mainz sitzt die Verbindungsstelle 61 des BND. Sie fungiert als Verbindungsstelle zwischen BND und der CIA Außenstelle in Wiesbaden-Erbenheim. Sie ist weiter für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig und vermittelt zwischen dem BND und anderen Behörden/Dienststellen.

Im Jahre 2012 begannen Ermittlungen gegen den damaligen  Leiter der Verbindungsstelle 61  Joachim Freiherr von Sinner. Er stand  unter dem Verdacht der Bildung einer bewaffneten Gruppe und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg leitete die Ermittlungen. Angeblich war Joachim von S damals unter anderem für Schießausbildungen zuständig. Angezeigt wurde laut Medien der damalige BND Angehörige vom  BND selber.

Zitat:,,Der Anwalt räumte ein, dass auf dem Gang des Dienstsitzes seines Mandanten eine Bilderreihe des Brandenburger Tors im Lauf der Geschichte hänge, darunter eine Abbildung aus dem Jahr 1943 mit der Aufschrift „Führer befiehl – wir folgen“. Ein BND-General habe dem Beamten deshalb „nationalsozialistische Propaganda“ vorgeworfen.“

Joachim von S sei daraufhin nach Pullach versetzt wurden. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

Ein Auszug aus einer Anfrage an die Bundesregierung  bezüglich der Verbindungsstelle 61 im Jahre 2013 durch die  Abgeordneten Ulla Jelpke, Jens Petermann, Jörn Wunderlich und der Fraktion DIE LINKE:

Zitat:,,6. Welche Aufgabenstellung hat die „Verbindungsstelle 61“ beim BND, und
wann wurde sie gegründet?
a) In welchem Zeitraum leitete J. S. diese Dienststelle?
b) Mit welchen in- und ausländischen Geheimdiensten stand er in dieser
Funktion in Kontakt?
c) Inwieweit unterhielt die „Verbindungsstelle 61“ Kontakt zu deutschstämmigen
Personen in Südafrika?

Einzelheiten zu Aufgaben einzelner Dienststellen des Bundesnachrichtendienstes
und ihrer Leiter können in diesem Zusammenhang nicht öffentlich dargestellt
werden, da aus ihrem Bekanntwerden sowohl staatliche als auch nichtstaatliche
Akteure Rückschlüsse auf den Modus Operandi, die Fähigkeiten und Methoden
der Behörde ziehen könnten. Im Ergebnis könnte dies für die Funktionsfähigkeit
der Sicherheitsbehörde und mithin für die Interessen der Bundesrepublik
Deutschland schädlich sein oder aber die Sicherheit der Bundesrepublik
Deutschland gefährden. Gleichwohl wird die Bundesregierung nach gründlicher
Abwägung dem Informationsrecht des Parlaments unter Wahrung berechtigter
Geheimhaltungsinteressen nachkommen.
Die Antworten zu den Fragen 6a bis 6c werden als „VS-Vertraulich“eingestuft
und dem Deutschen Bundestag zur Einsichtnahme übermittelt.*

Die Mitarbeiter des BND, die in einer Kaserne arbeiten, fahren  in Uniform zu ihrem Arbeitsplatz. Sie arbeiten im Amt für Militärkunde.

Zitat:,,Das Amt für Militärkunde ist truppendienstlich die personalführende Dienststelle für Angehörige der Streitkräfte, die im Bundesnachrichtendienst (BND) eingesetzt sind. Die meisten Soldaten, die zum BND wechseln, werden offiziell zum Amt für Militärkunde versetzt“.

Auch sitzt in der Kurzmainz-Kaserne eine Außenstelle des MAD ( Militärischer Abschirmdienst).

Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/verbindungsstelle-61-staatsanwaelte-ermitteln-gegen-hohen-bnd-mann-a-882145.html

http://www.sigint-group.org/index.php/Thread/3780-Verbindungsstelle-61/

http://www.zeit.de/2013/12/Bundesnachrichtendienst

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/128/1712886.pdf

 

 

 

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